Heute gelernt (5): Schriftzeichen

… warum das unverschämt teure Sprachenlernprogramm Rosetta Stone, mit dessen Hilfe ich mir einige russische Worte sehr nachhaltig einprägen konnte, heißt wie es heißt. (Ok, eigentlich habe ich das vorgestern gelernt.)

1799 buddelte ein Franzose in der Nähe der ägyptischen Hafenstadt Rosetta eine steinere Stele aus, auf der ein (ziemlich unspannender) Text prangte, verfasst in drei Schriften: Hieratisch, Demotisch und Altgriechisch. Jean-François Champollion, des Altgriechischen und Koptischen mächtig, gelang 1822 anhand diverser Analysen und Vergleiche der Schriften auf dem Stein von Rosetta mit anderen Quellen erstmals die Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen.

Stein von Rosetta

Eine Nachbildung des Steins wird in der Tutanchamun-Ausstellung gezeigt, die sich derzeit in der Berliner Arena die Ehre gibt. Dort lernte ich außerdem so einiges über den Totenkult und die Religion der alten Ägypter, die an eine Fortsetzung des irdischen Lebens im Jenseits glaubten und daher eine Menge Buhei um ihre Begräbnisriten machten. Die Ausstellung kann mensch sich übrigens durchaus ansehen, die Fakten wurden zwar eher populär als wissenschaftlich, dafür aber sehr hübsch und vor allem anschaulich aufbereitet. Kein Vergleich mit einem staubigen Rundgang im Ägyptischen Museum.