Party like it’s 2012

Wenn schon kein Weltuntergang, dann alte Traditionen: Ich werde in vollem Pomp mit meiner geliebten Omi ins neue Jahr feiern. Eine Premiere nach achtzehn neunzehn Jahren ohne Opi und demzufolge ohne Girlanden, Luftballons, Erdnussflips, Karlsbader Schnitten und volkstümliches Fernsehen. Wir werden nach erfolgreicher Schmückerei die überbackenen Bemmen durch veganes Steinpilzrisotto ersetzen, Sekt trinken, in Erinnerungen schwelgen, vermutlich ein paar Tränen vergießen und nach Ekel Alfred einen weiteren Klassiker über den Bildschirm flimmern lassen: Dinner for One.

Üblicherweise zeigt das deutsche Fernsehen das Original mit Freddie Frinton und May Warden in schwarz-weiß oder Farbe, letztere mit einer Einleitung von Heinz Piper.

Doch es gibt weitere, durchaus sehenswerte Versionen. Zum Beispiel mit Bernd, dem Brot … (Trotz nervigem Drumherum sehr amüsant.)

… oder Butler Ralf (Schmitz), der sich liebevoll um Miss Otti alias Otto Waalkes kümmert.

Richig viel Mühe hat sich jemand bei der Produktion dieser aufwendigen Fassung gegeben:

Neben diesen Varianten existieren etliche umgangssprachliche Interpretationen, unter anderem auf Platt, goth’sch und hessisch, von denen ich Ihnen die diesjährige Ausstrahlung des großartigen nordrhein-westfälischen „Dinner vor Wan(ne)“ nur wärmstens ans Herz legen kann.

Außerdem empfehlenswert: die Inszenierungen des Silvesterklassikers frei nach Quentin Tarantino, David Lynch und Michael Haneke, präsentiert von „Walulis sieht fern“.