Heute gelernt (3): Maroni

… dass mit den Edelkastanien jede Menge Schindluder getrieben wird. Wie der freundliche und überaus engagierte Maronen-Verkäufer auf dem Alexanderplatz – dessen Stand übrigens der einzige Grund ist, auch nur in die Nähe dieses unsäglichen Weihnachtsmarktes zu geraten – erklärte, vertreibt man hierzulande oft die schnödere Form der Esskastanie als Maroni. Dabei ist die in Italien und der Schweiz verbreitete Weiterentwicklung viel leckerer, süßer und lässt sich erheblich leichter schälen. Außerdem beherbergt die rötlich-braune, von dunklen Streifen durchzogene Schale zumeist nur eine Frucht, während die Früchte anderer Kastanienarten stärker segmentiert sind. Kurzum: Maroni sind die qualitativ hochwertigeren Ess- bzw. Edelkastanien.

Die guten Maroni

Zuletzt eine Warnung: Diabetiker sollten alle Arten der Esskastanien aufgrund ihres hohen Kohlenhydratanteils maßvoll genießen, sonst kippen sie vielleicht um wie die Oma des Maronen-Verkäufers nach einem langen Tag am Verkaufsstand voller verzehrter Maroni.