Vegan Tryout: Tag 8

Nach der letzten Supermarktbüromittagesseneinkaufspleite wollte ich mir selbst was Schnelles zusammenrühren. Glutenfreie Nudeln lagen noch im Rollcontainer unter meinem Schreibtisch, es fehlte was für oben drauf. Früher hätte ich ein Pesto genommen, nun suchte ich nach Nudelsaucen – ähnlich unerfreulich wie die Suche nach einem Fertigessen: Die Lebensmittelindustrie hatte die Dosennahrung entweder mit etwas Tierlichem oder mit Gluten verschlimmbessert. Der gute orangespicy führte mich zur „Exotic-Ecke“ und damit zu einer roten Dose „MaeJin Thai Red Curry with Vegetables“. Die Inhaltsstoffe sahen vegan aus, auch wenn ich die drei E-Stoffe nicht einzuschätzen wusste. (Aber das Internet weiß alles: eine umfangreiche Auflistung von Zusatzstoffen tierlichen Ursprungs.) Zurück in der Firmenküche hatte ich kurz die Befürchtung, der Löffel würde in dieser weißlichen, rot-gesprenkelten Suppe einfach wegschmelzen, so scharf war’s dann aber doch nicht. Konnte man essen, muss ich aber auch nicht nochmal haben.

Das schlechte Gewissen meldete sich wie immer nach solchen Fertigfraßgelagen prompt. Das ließ nur eine Schlussfolgerung zu: Die Zeit der Radieschen war gekommen.

Petersiliensalat mit Radieschen

(für 2 Personen)

Petersiliensalat mit Radieschen

200 g glutenfreien Bulgur aus Buchweizen mit
400 ml heißem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen.

1 halbe Gurke,
1 Bund Radieschen und
2 Tomaten würfeln und in eine Schüssel werfen.

Minze

1 Bund Petersilie und
1 Handvoll Minzblätter häckseln und zum Gemüse geben.

6 EL Zitronensaft,
3 EL Olivenöl und

den garen, abgekühlten Bulgur untermischen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Chili abschmecken. Lässt sich prima alles sofort aufessen oder mit ins Büro nehmen.