Panorama

Beim Anblick des Kollhoff-Towers am Potsdamer Platz werde ich regelmäßig sentimental; ich träume von den gigantischen Bauten aus Fritz Langs Science-Fiction-Klassiker Metropolis, im Hinterkopf atmosphärt der Trip-Hop-Song Fly von Lamb. Vor etwa vier Wochen spielte das Leben mal wieder Zufall und schickte mich auf ebendieses rote Backsteingebäude, das meine Fantasie beflügelt: Mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas (24 Etagen in einem Augenzwinkern, Druck auf den Ohren inklusive) zum hoch droben thronenden Panoramapunkt, von dessen Existenz ich zuvor nichts ahnte.

Neben einer kleinen Ausstellung zur Geschichte des Potsdamer Platzes und einem Stück Mauer zum Anfassen, bietet die zweistöckige Aussichtsplattform einen imposanten Blick auf die Berliner Skyline und einen bombastischen Sonnenuntergang: ein Eldorado für Hobbyfotografen. Selbstverständlich habe ich permanent auf dem Auslöser meiner Kamera herumgehackt, immerhin sechs Bilder halte ich für gut genug, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Rest leidet unter schluffiger Motivwahl, blöder Perspektive oder Überbelichtung. (Letztere ist was ganz Fieses, wie ich lernen durfte: Zumeist sind die Fotos rettungslos verhunzt. Merke: Lieber unter- als überbelichten.)

Berlin-MitteBlick Richtung Kulturforum
Der WestenBär auf dem Kollhoff-Tower
Boulevard der StarsKollhoff-Tower