WordPress-Backup (2): Funktionstest

Fortsetzung von gestern: Bericht zur Blog-Restaurierung. Denn: Nur funktionstüchtige Backups sind gute Backups. Deshalb teste man sie. Und das geht so:

  1. Einen Testordner im WordPress-Wurzelverzeichnis anlegen.
  2. Das Backup auspacken und in den eben angelegten Ordner laden. Eventuell vorher die Ordner plugins und uploads entschlacken, für einen Funktionstest sind nur wenige Plugins und Mediendateien vonnöten.
  3. Zweite Datenbank aufsetzen und die SQL-Datei aus dem Backup importieren. Muss die bereits existierende, von WordPress genutzte Datenbank verwendet werden, vor dem Import unbedingt den Tabellenpräfix in der SQL-Datei (standardmäßig ist das wp_) ändern. Andernfalls kommen sich die echte und die Testinstallation ins Gehege.
  4. wp-config.php im Testordner öffnen und die Zugriffsdaten für die Test-Datenbank eintragen. Bei Verwendung der existierenden Live-Datenbank, hier nur den Tabellenpräfix anpassen.
  5. Immer noch in der wp-config.php. Vor (!!) den Kommentar „That’s all, stop editing! Happy blogging.“ folgende Zeilen fügen:

    define('WP_SITEURL', 'http://blog-url/testordner');
    define('WP_HOME', 'http://blog-url/testordner');

Konfigurationsarbeit vollbracht. Der Backup-Test-Blog lässt sich nun via http://blog-url/testordner aufrufen. Alles da? Funktioniert der Login ins Admin-Panel? Sieht die Mediathek aus wie vorher? Nein? Bitte beginnen Sie bei Schritt (1). Begeben Sie sich direkt dorthin. Gehen Sie nicht über Los.

Statt Testordner ließe sich auch eine Subdomain für diese unsäglich lästige Testerei anheuern. Ich hatte keine Lust, auf die Aktualisierung der DNS-Records zu warten.

Die Jungs und Mädels von WordPress sind gemeinhin ja sehr dokumentationsfreudig, auch zum Backupen haben sie einen umfangreichen Leitfaden erstellt. Außerdem ist dieser Artikel sehr schön. Happy backuping! Dabei fällt mir ein, ich müsste mal wieder die Inhalte meiner Festplatten sichern.