Die Ritter der muffigen Kokosnuss: Schlacht 2

Auch in der vergangenen Woche setzte ich den Kampf gegen das sinnlose Entsorgen von Lebensmitteln mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum fort und habe gekocht, was die Vorratskammer hergab. Mit unbefriedigendem Ergebnis.

Montag: Ameisen auf dem Baum, wiedermal zur Glasnudelminimierung. Geschmacklich in Ordnung, aber nichts Herausragendes. Mit Ameisen – und schon gar nicht auf einem Baum – hatte der Nahrungsklumpen jedenfalls keinerlei Ähnlichkeit.

Dienstag: Currysuppe, weil es schnell gehen sollte. Die Glasnudeln sind nunmehr Geschichte, musste sogar mit Reisnudeln ergänzen. Außerdem aufgebraucht: Vier überzählige Karotten und eine halbe Dose Kokosmilch, die im Kühlschrank allmählich anfing, mit sich selbst zu reden. Leider schmeckte das Ganze wie Wasser mit Curry und Gemüse drin.

Mittwoch: Die Reste der Currysuppe vernichtet. Naja, nicht vollständig; eine Portion liegt tiefgekühlt auf Halde. Für sehr schlechte Zeiten.

Donnerstag: Warme Quarknocken mit Beerensauce, angelehnt an ein Chefkoch-Rezept. Die Nocken waren nicht zu fest, aber doch fester als ich sie mir vorgestellt hatte. Möglicherweise doch ein wenig zu lange im heißen Wasser gebadet. Das Umhüllen mit Semmelbröseln und den extensiven Einsatz von Vanilleschoten hätte ich mir vielleicht nicht sparen sollen, irgendwie fehlte der letzte Pfiff. Dennoch: Mission erfüllt – Quark aufgebraucht (2011er-Jahrgang), weniger Maisgrieß im Schrank.

Freitag: Gebratenes Hoki-Filet mit Fertig-Mangosauce. Der Versuch, diese mittels Lauchzwiebeln, einem kleinen Stück Ingwer und etwas Knoblauch aufzupeppen, war minder erfolgreich. Manchen Industriekram sollte ich vielleicht doch entsorgen. Im Gegensatz dazu erwies sich der Trigrano-Reis (Langkorn, roter Camargue und Wildreis) als angenehm aromatisch.

Samstag: Auswärts gegessen.

Sonntag: Auf der Grünen Woche veganes Thai-Curry und panierten Brokkoli verspeist. Gepriesen sei die Bio-Halle.