Adventskalenderhalbzeit

Was das Öffnen von Adventskalendertürchen angeht, bin ich dieses Jahr ziemlich ausgelastet. Erst erfreute mich der Metalhead mit einer selbstgebastelten Päckchenansammlung, dann beglückte uns Mami mit einem selbstbefüllten Exemplar aus 24 sauber aufgereihten Söckchen. Zur Verhinderung von Eifersüchteleien entschied sie salomonisch: Der Metalhead räume die geraden Söckchen-Nummern aus und ich die ungeraden. Unsere Jack-Russell-Terrier-Hündin Lucy müsse ihr tägliches Leckerli hingegen nicht teilen. (Pff, darauf sind wir eh nicht scharf, auch wenn Lucy grundsätzlich etwas anderes vermutet.) Den metalheadschen Kalender leere ich allein, theoretisch zumindest. Habe dem Metalhead schonmal einen Lolli abgegeben.

Die größte Sorge meiner beiden Spender scheint die Aufrechterhaltung des Zucker- und Fettspiegels zu sein: Toffees, weiche Bonbons mit Zuckerhülle, Waffeln, Törtchen, Lollies, Brotaufstrich, Fenchelbonbons, Müsliriegel. Außerdem in den Socken: Heißer Holunder und Ingwer als Instantpulver und Granatapfel-Duschgel zum gut Riechen. In den Päckchen vom Metalhead diverse Aufmunterungsgegenstände: Tablettenkapseln mit chinesischen Weisheiten, Magnet und Mini-Wecker.

Den Notizzettelblock mit der Aufschrift „Merk mal was“ und das Halbe-Worte-Verdreh-Memory-Spiel, das ich vom Metalhead zu Nikolaus bekam, fand ich ja einigermaßen frech. Als müsse man meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Hab trotzdem so getan als hätte ich mich gefreut.