Abenteuer Vegetabilien

Kürzlich stieß ich in der üppig bestückten Obst- und Gemüseabteilung einer großen Supermarkt-Kette auf ein grobstacheliges, gelbes Gebilde von der Größe einer deutlich zu kurz geratenen Schmorgurke. Das Teil war mir irgendwie sympathisch, also hab ich es mit nach Hause genommen.

Am heimischen Küchentisch angelangt wurde erstmal gesuchmaschint. Aha, eine Horngurke also. Gehört zur Familie der Kürbisgewächse, afrikanische Abstammung, wird heute vorwiegend in Neuseeland und Israel unter der Handelsmarke „Kiwano“ gezüchtet, Chromosomenzahl 2n = 24. Soso. Ich verließ die Küche.

Als ich wenig später zurückkehrte, bot sich mir folgendes Schauspiel:

Horngurke vs Fry

Fry fühlte sich von der Horngurke bedroht. Aus seiner Sicht hatte sie vermutlich den Charme eines Klingonen mit Gelbsucht. Ich zog die Konsequenzen und führte die Horngurke ihrem Zweck zu. Längs aufgeschnitten und ausgelöffelt. Grüne, geleeartige Masse, weiche Kerne. Schmeckte vornehmlich nach Gurke und Banane. Wird nicht mein neues Lieblingsgemüse, aber ich geb ihr noch eine Chance als Getränk oder Salatsauce.