Teamviewer

Es war mal wieder Zeit für ein Update – habe Vista Ultimate x64 gegen Windows 7 Home Premium x64 auf meinem als File Server und Media Center dienenden Rechner getauscht. (Vista ist eh doof und Ultimate? Alles Schnickschnack, Kanonen auf Spatzen, brauch ich nicht.) Never change a running system. Meine WLAN-Karte von Abit (lief unter Vista x64 ohne Murren als viele andere versagten) wurde gar nicht erst als Gerät erkannt. Macht ja nichts, Fritz WLAN USB-Stick, läuft. So, den Rest mach ich von der Couch aus. Remote Desktop Client gestartet, lokalen Rechnernamen des Servers eingetippt, Gerödel, Fehlermeldung. Mist, bestimmt die Firewall. Firewall ausgeschaltet. Neuer Versuch, gleiches Ergebnis. Meine frisch installierte Windowsversion beinhaltet bedauerlicherweise keinen Remote Desktop Connection Server. WTF? Es gibt für (fast) alles einen Patch, auch dafür.

Habe mich trotzdem nach Alternativen umgesehen. Fündig wurde ich beim mir nicht unbekannten Teamviewer. Mit dem Ding geht alles, was man von Remote Desktop kennt, verschlüsselt, bei Bedarf auch über ein VPN und *trommelwirbel* performant. Installiert man die Software als automatisch startenden Systemdienst und vergibt ein Kennwort, ist der permanente Zugriff auf den jeweiligen Rechner möglich – man muss sich nur die ID (und natürlich das Kennwort) der Teamviewer-Instanz merken (danke für den Tipp, Wolfgang). Schöner Nebeneffekt: Ich kann VNC endlich nach /dev/null verschieben, Teamviewer taugt deutlich besser als „Fernbedienung“.

Das Ding gibts übrigens für Windows, Linux, Mac OS und das iPhone. Auf letzterem habe ich die kostenlose App sofort getestet. Die kostenpflichtige beläuft sich auf 80 € und ist damit die teuerste App, die ich kenne. Ich weiß nicht, für welche Zwecke man diese benötigt, ich halte die freie Version für mehr als ausreichend. Die Handhabung wirkt überaus durchdacht, die Geschwindigkeit der Session ist sogar über UMTS unglaublich beeindruckend. Mit anderen kostenlosen Apps aus diesem Sektor kann man nicht mal eben den kompletten Bildschirm des entfernten Rechners anzeigen lassen, ohne die Darstellung ins Stocken zu bringen.